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Mondfinsternis 2018

Ein weiteres besonderes Ereignis war die Mondfinsternis, welche mit rund 100 Minuten die längste Verdunklungszeit des Jahrhunderts aufweist. Natürlich gibt es auch davon Bilder. 🙂

Mondfinsternis 27./28. Juli 2018
Mondfinsternis 27./28. Juli 2018 als Serie

Marsopposition 2018

So, jetzt ist sie vorbei, die große Marsopposition. Ab jetzt heißt es wieder warten, so bis 2033. 😀

Leider hat der globale Sandsturm nicht wirklich nachgelassen, so daß die Marsoberfläche trotz der großen Nähe weitgehend diffus ist und es sehr schwierig war, halbwegs irgendwelche Konturen auf der Oberfläche herauszuarbeiten. Trotzdem hier die Ergebnisse:

Mars vom 1. August 2018
Mars vom 26. Juli 2018

Der erste Mars 2018

Dieses Jahr wird der Mars so nah sein wie die nächsten 20 Jahre nicht mehr. So langsam steuern wir auch auf die Opposition Ende Juli zu. Grund genug, ihn schon mal anzupeilen – leider verbirgt der gerade herrschende, globale Sandsturm die meisten Strukturen auf der Oberfläche und die Sicht war auch nicht besonders. Naja, es ist ja noch ein wenig Zeit. 🙂 

Mars 2018
Mars 2018

Neues Spielzeug…

Ja, ich habe ein neues Spielzeug. Oder, wie man so schön sagt: Nichts ist besser als viel Öffnung – außer noch mehr Öffnung. Und Brennweite! Also gab es ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk, ein Meade LX200 ACF 203/2000 (oder auch schlicht ein 8″ SCT).

Und es funktioniert wirklich ziemlich gut. 🙂 

Und nochmal der Mond

Bei guter Sicht und klarem Himmel habe ich noch mal auf den Mond gehalten und ein (fast) vollständiges Mosaik des zunehmenden Halbmondes aufgenommen. In der vollen Auflösung (12584 x 11419) ist er ein wenig zu groß zum Anzeigen – man kann das Bild aber in meiner Dropbox finden (Achtung: 65MB!).

Als kleinen Vorgeschmack die Landestelle von Apollo 11. Wie man an den Kratern sehen kann, ist die Auflösung irgendwo bei ca. 1km.

Und dann ist da ja noch der Mond…

Eigentlich nervt er ja. Er ist hell, er macht die Durchsicht kaputt, manche sagen sogar, er sei langweilig. Aber eigentlich ist er ziemlich faszinierend. Und wenn er schon am Himmel steht, dann kann man ja auch mal drauf halten… .

Mare Frigoris
Das Mare Imbrium (unten links) und oben das Mare Frigoris. Dazwischen der ca 100 km durchmessende Krater Plato. In der Bildmitte die Krater Aristoteles und Eudoxus.
Links das Mare Tranquillitatis, rechts das Mare Crisium. Dazwischen der recht auffällige Krater Proclus (Durchmesser 27km).

Saturn 2017

Nachdem Jupiter dieses Jahr ja wirklich gut zu sehen war, näherte sich auch Saturn Mitte Juni seiner Opposition und hatte auch seinen maximalen Öffnungswinkel der Ringe. Ein Grund, sich die Nacht um die Ohren zu schlagen. Aufgenommen wurde wieder Mit dem kleinen Skywatcher Mak MC 127/1500 ohne Barlow und der ZWO ASI 120 MC auf einer NEQ6-Montierung ohne Guiding aber mit Nachführung. Ausgewertet wurde wie immer mit PIPP, AutoStakkert und RegiStax.

Saturn vom 14.6.2017
Saturn vom 14.6.2017

Welche große Rolle die Luftunruhe spielt, kann man an folgendem Bild sehen. Es entstand nur wenige Tage zuvor, allerdings war er etwas dichter über dem Horizont, es war warm und die Luft deutlich unruhiger:

Ich würde ihn wirklich gern mal im Winter erwischen. 🙂

 

Jupiter 2017

Nach längerer Zeit, in der es sich einfach nicht ergeben hat, habe ich dann doch endlich mal wieder mein Astro-Equipment aufgebaut. Anlass war mein neues kleines Maksutov, dem Skywatcher MC 127/1500 BD. Auf der schön eingenordeten NEQ6-Montierung und der angeschlossenen Kamera ZWO ASI 120 MC konnte ich bei halbwegs gutem Seeing am 26.5.2017 doch noch mal den Jupiter erwischen, sogar ohne Guiding. Ende Mai war er zwar schon lange nicht mehr in Opposition, aber immer noch hoch genug am Himmel.

Für ein 5″-Teleskop gar nicht mal schlecht. 🙂

Technische Daten: Maksotov SW MC 127/1500, ZWO ASI 120 MC, TS-Barlow 3x. Gestackt mit Autostakkert 2.8 (630 Frames von 2526), Denoise und Sharpen mit Registax.

 

Da die Monde im Vergleich zu Jupiter sehr lichtschwach sind, muss man da ein wenig tricksen. GIMP sei Dank. 🙂

Und, weil er so schön ist, noch mal von der anderen Seite ohne GRB:

Konfigurationscheck für Varnish

Varnish ist eine tolle Sache. Wenn man aber komplexere Sachen in VCL schreibt und einen Fehler einbaut, riskiert man, dass der Daemon beim Reload der Konfiguration abschmiert. Was fehlt ist ein Syntax-Checker analog zu „apachectl configtest“.
Man kann sich ein solches Kommando aber leicht zusammen bauen, in dem man Varnish die Konfigurationsdatei temporär kompilieren lässt und sich das Ergebnis anschaut. Funktioniert es, dann gibt varnishd die gesamt Konfiguration aus, im Fehlerfall gibt es eine sinnvolle Fehlermeldung. Da man außerdem einen ordentlichen Return-Code bekommt, kann man sich daraus einen schicken Alias bauen:

$ alias varnish_test='varnishd -C -f /etc/varnish/default.vcl >/dev/null && echo "Syntax OK"'

Damit kann man seine Konfiguration jederzeit auf Fehler überprüfen, ohne den Daemon selbst durchzustarten.

Zimbra-Update von 8.0 nach 8.6 schlägt fehl

Wenn man versucht, ein Zimbra-System (GA) von 8.0.x auf 8.6.x zu aktualisieren, wird man danach mit einem nicht mehr startenden System da stehen. Die Fehlermeldungen sagen aus, dass sowohl der LDAP-Server als auch die MySQL-Datenbank nicht mehr starten.

Der Grund dafür ist, dass sich in dem zugegebenermaßen großen Upgrade-Sprung einige Pfade ändern und der Ldap-Index nicht korrekt aktualisiert wird und daher der Upgrade-Prozess mittendrin abbricht.

Bevor man jetzt jedoch wild Dateien löscht oder Backups zurück spielt: der Fix ist vergleichsweise einfach. Zunächst muss man den Ldap-Index von Hand reparieren. Dazu ruft man den Befehl

$ /opt/zimbra/openldap-2.4.39.2z/sbin/slapindex -F \ /opt/zimbra/data/ldap/config entryDN

auf. Danach kann man das Update-Skript einfach erneut starten und das System fährt sauber hoch.

(Siehe auch: http://brylov.info/2013/03/zimbra-8-0-2-8-0-3-update-failure)